WEC Rookie-Test 2017: Eine ausführliche Zusammenfassung

FIA WEC, Rookie-Test 2017, Toyota Gazoo Racing © Toyota Motorsport GmbH

Nach dem letzten Saisonrennen am gestrigen Samstag, ist die WEC-Saison nach dem heutigen Rookie-Test nun endgültig zu Ende gegangen. Im Fokus des Tests stand vor allem der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso, der bei Toyota Gazoo Racing den Toyota TS050 – Hybrid testen durfte.

Neben Alonso standen aber auch Thomas Laurent, Pietro Fittipaldi, Matevos Isaakyan und Alfonso Celis Jr. im Vordergrund, da sie von der FIA und dem ACO aufgrund ihrer guten Leistungen in diesem Jahr mit Testrunden belohnt wurden. Thomas Laurent, Fahrer bei Jackie Chan DC Racing, durfte ebenfalls den Toyota TS050 – Hybrid testen, Pietro Fittipaldi den Porsche 919 Hybrid. Fittipaldi, Enkelkind des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, gewann gestern im Rahmenprogramm der FIA WEC den Meistertitel in der World Series Formula V8 3.5. Matevos Isaakyan und Alfonso Celis Jr., Zweiter und Dritter in der World Series Formula V8 3.5, durften hingegen den Oreca 07 von Vaillante Rebellion bzw. den Ferrari 488 GTE von AF Corse testen. Laurent und den drei Fahrer aus der Formel-Serie wurden mindestens 30 Runden zugesagt.

Neben den genannten bereits Namen kamen noch folgende Fahrer zum Einsatz:

Porsche-Werksfahrer: Timo Bernhard, Richard Lietz, Frederic Makowiecki, Nick Tandy, Earl Bamber, Michael Christensen, Kevin Estre
Toyota-Werksfahrer: Mike Conway, Sebastién Buemi
Ferrari-Werksfahrer: Davide Rigon, Olivier Beretta
WEC-Stammfahrer: Nicolas Lapierre, Ho-Pin Tung, Miguel Molina

Rinus Van Kalmthout (17, Niederlande): BOSS GP, MRF Challenger und U.S. F2000 National Championchip. Auch bekannt als Rinus VeeKay.
Mahaveer Raghunathan (19, Indien): BOSS GP Champion 2017, Formula Class (PS Racing by Coloni Motorsport)
Konstantin Tereshchenko (23, Russland): World Series Formula V8 3.5 (Teo Martin Motorsport)
Gabriel Aubry (19, Frankreich): Formula Renaul 2.0 Eurocup, Formula Renault 2.0 NEC (jeweils Tech 1 Racing)
Garett Grist (22, Kanada): IMSA WeatherTech SportsCar Championship – Prototype Challenge (Starworks Motorsports)
Ishikawa Motoaki (50, Japan): Blancpain GT Series Endurance Cup – ProAm, Campionato Italiano Gran Turismo – Super GT3 (jeweils AF Corse)

Da auch Stammfahrer am Test teilnahmen, geht die schnellste Zeit des Tages an den zweifachen WEC-Champion Timo Bernhard (1:40.244 Minuten). Pietro Fittipaldi, Meister in der World Series Formula V8 3.5. fuhr die zweitschnellste Zeit (+ 2,031 Sek.). Formel-1-Pilot Fernando Alonso fuhr mit einer Zeit von 1:43.013 Minuten zwar nur die fünftschnellste Zeit unter den sechs Piloten, dreht aber mit Abstand die meisten Runden (113, 611 Kilometer). Mike Conway nutzte unterdessen die hohen Temperaturen für Reifentests und drehte 64 Runden auf dem Bahrain International Circuit.

Stimmen nach dem Test

Fernando Alonso: „Es war ein toller Tag. Das Testen eines LMP1-Autos ist für jeden Rennfahrer eine schöne Sache, denn diese Autos sind fantastisch zu fahren. Sie sind während eines Stints sehr konstannt, was sehr beeindruckend ist. Ich wollte so ein Auto schon lange testen, heute konnte ich das schaffen und bin glücklich.“

Thomas Laurent:Ich habe es heute wirklich genossen. Es war mein erstes Mal in einem LMP1-Auto und es ist das beste Auto, das ich in meiner Karriere gefahren bin. Der Abtrieb, der Hybridschub, das Bremsen – es war alles sehr beeindruckend. Ich würde gerne noch mal so ein Auto fahren. Vielen Dank an Toyota Gazoo Racing, das Team hat mich sehr gut aufgenommen. Alle Mechaniker, Ingenieure und das Management waren sehr freundlich, was ich sehr schätze.“

Team & Fahrzeug(e) Fahrer Zeit & Runden
Porsche LMP Team
Porsche 919 Hybrid #1
Pietro Fittipaldi
Timo Bernhard
1:42.275 Minuten (32)
1:40.244 Minuten (9)
TOYOTA GAZOO Racing
Toyota TS 050 – Hybrid #7
Toyota TS 050 – Hybrid #8
Thomas Laurent
Mike Conway
Fernando Alonso
Sebastién Buemi
1:43.273 Minuten (31)
1:42.381 Minuten (64)
1:43.013 Minuten (113)
1:42.183 Minuten (10)

In der LMP2-Klasse nahmen mit Vaillante Rebellion, G-Drive Racing, TDS Racing, Signatech Alpine Matmut und Jackie Chan DC Racing insgesamt vier Teams mit sechs Fahrzeugen teil. Die Bestzeit sicherte sich Konstantin Tereshchenko in einem der Oreca 07 von TDS Racing (1:48.444 Minuten), gefolgt von Gabriel Aubry (G-Drive Racing, + 0,415 Sek.) und Nicolas Lapierre (Signatech Alpine Matmut, + 0,461 Sek.).

Team & Fahrzeug(e) Fahrer Zeit & Runden
Vaillante Rebellion
Oreca 07 #13
Matevos Isaakyan 1:50.690 Minuten (30)
G-Drive Racing
Oreca 07 #26
Maheveer Raghunathan 1:51.019 Minuten (68)
TDS Racing
Oreca 07 #28
Konstantin Tereshchenko 1:48.444 Minuten (62)
Signatech Alpine Matmut
Alpine A470 #36
Gabriel Aubry
Nicolas Lapierre
1:48.859 Minuten (61)
1:48.905 Minuten (5)
Jackie Chan DC Racing
Oreca 07 #37
Oreca 07 #38
Rinus Van Kalmhout
Garett Grist
Ho-Pin Tung
1:50.140 Minuten (20)
1:50.456 Minuten (59)
1:53.489 Minuten (37)

In der LMGTE Pro-Klasse haben AF Corse und das Porsche GT Team jeweils beide Fahrzeuge aus der WEC eingesetzt. Porsche-Werksfahrer Kevin Estre fuhr die meisten Runden (70) und sicherte sich zudem die Bestzeit von 1:57.663 Minuten. Bei Ferrari war Miguel Molina der schnellste Mann (1:59.140 Minuten).

Team & Fahrzeug(e) Fahrer Zeit & Runden
AF Corse
Ferrari 488 GTE #51
Ferrari 488 GTE #71
Alfonso Celis Jr.
Miguel Molina
Davide Rigon
1:59.387 Minuten (41)
1:59.140 Minuten (54)
1:58.630 Minuten (60)
Porsche GT Team
Porsche 911 RSR #91
Porsche 911 RSR #92
Richard Lietz
Frederic Makowiecki
Nick Tandy
Earl Bamber
Michael Christensen
Kevin Estre
1:58.272 Minuten (35)
1:57.999 Minuten (38)
1:59.363 Minuten (15)
1:59.038 Minuten (21)
Keine Zeiten (0)
1:57.663 Minuten (70)

In der LMGTE Am-Klasse war nur der Ferrari 488 GTE von Clearwater Racing am Start. Die schnellste Zeit wurde von Olivier Beretta gefahren, sie lag bei 2:01.805 Minuten.

Team & Fahrzeug(e) Fahrer Zeit & Runden
Clearwater Racing
Ferrari 488 GTE #61
Ishikawa Motoaki
Olivier Beretta
2:02.993 Minuten (61)
2:01.805 Minuten (24)

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