WEC Saison 2018/19: So funktioniert die Equivalence of Technology (EoT) in der LMP1-Klasse

24 Stunden von Le Mans 2017, Toyota TS050 - Hybrid #9 © Toyota Motorsport GmbH

Die FIA und der ACO stehen nach dem Ausstieg von Audi (2016) und Porsche (2017) vor einem großen Problem in der LMP1-Klasse. Zwar konnte man eine Vielzahl von Privatteams davon überzeugen mit einem Nicht-Hybriden in die LMP1-Klasse zu wechseln, doch wie sollen die Teams gegen die Toyota-Werksmannschaft mit Hybridantrieb eine Chance haben?

Aus diesem Grund musste man die sogenannte Equivalence of Technology (EoT), die in den letzten Jahren vor allem dafür zuständig war die unterschiedlichen Konzepte der Werksteams Audi, Porsche und Toyota auf ein Leistungsniveau zu bringen, komplett überarbeiten. Wie dieses komplexe Thema funktionieren soll, kann man seit heute dem überarbeiteten Sportlichen Reglement der WEC entnehmen.

Die LMP1-Klasse wird dafür in drei Technologieklassen aufgeteilt. Auf Seiten der Nicht-Hybriden stehen die Fahrzeuge mit einem Saug- oder Turbomotor in je einer Klasse, auf Seiten der Hybriden der Toyota TS050 – Hybrid mit Turbomotor. Das FIA Langstrecken-Komitee darf jedoch nur die Leistung der Nicht-Hybriden anpassen. Die Leistung der Toyota bleibt somit voraussichtlich während der gesamten Saison unverändert – ein Punkt, der bei der Entscheidung über einen Verbleib in der WEC von zentraler Bedeutung für die Japaner war.

Der Ausgangspunkt für das Leistungsniveau jeder Technologie ist die Berechnung der durchschnittlichen Rundenzeit des schnellsten Autos in jeder Technologieklasse. Diese Durchschnittszeit wird über eine Anzahl von Runden berechnet, die den 20% schnellsten Runden in jeder Renndistanz entsprechen. Die erste EoT-Anpassung kann jederzeit erfolgen, das Niveau für Fahrzeuge mit den langsamsten Technologien wird erst nach mindestens zwei Rennen angepasst. Des Weiteren müssen diese „ordnungsgemäß klassifiziert“ sein.

Teams und Hersteller müssen der FIA und dem ACO Daten für den EoT-Prozess bereitstellen. Werden falsche Daten geliefert oder zeigt man bewusst nicht die wahre Performance eines Fahrzeugs (Sandbagging), droht im Rennen eine Strafe von mindestens fünf Minuten Standzeit. Auch nachträglich können Strafen verhängt werden.

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