Audi museum mobile: Sonderausstellung zeigt 14 Le-Mans-Rennwagen

Audi R8R #7 (Audi Sport Team Joest), 24 Stunden von Le Mans 1999 © AUDI AG

Audi hat für alle Le-Mans-, Langstrecken- und vor allem Markenfans ein temporäres Highlight im „Audi museum mobile“ in Ingolstadt geschaffen. Die Premiummarke präsentiert in einer einjährigen Sonderausstellung 14 Le-Mans-Rennwagen auf dem Paternosteraufzug im Museum. Dieser bewegt die Rennboliden durch die vier Ebenen des „Audi museum mobile“.

Achtzehn Mal nahm die Marke bei den „24 Stunden von Le Mans“ teil – nur viermal musste man sich der Konkurrenz geschlagen (1999, 2009, 2015, 2016), dazu verzichtete man in einem Jahr auf einen Werkseinsatz (2003). Audi hält eine beeindruckende Siegesserie an der Sarthe und ist mit 13 Gesamtsiegen der mit Abstand erfolgreichste Hersteller im neuen Jahrtausend. Nie hat ein Hersteller beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans in kürzerer Zeit mehr Siege eingefahren.

Im Jahr 1999 traten die Ingolstädter das erste Mal in Le Mans an, damals mit jeweils einem Audi R8R und R8C mit 3,6 Liter V8-Biturbo-Motor  sowie spritsparender FSI-Technologie mit Turboaufladung. Das Rennen beendete man auf dem dritten und vierten Platz. Aus dem zuverlässigeren R8R, entstand der R8 auf dessen Konto die Gesamtsiege im Jahr 2000, 2001, 2002, 2004 und 2005 gingen. Erfahrungen aus dem R8C flossen hingegen in den Bentley Speed 8 ein, mit dem Bentley 2003 gewann. Der Nachfolger des Audi R8 war der im Jahr 2006 eingeführte Audi R10 TDI, mit dem eine technische Revolution gelang. Erstmals konnte ein Team das prestigeträchtige Rennen mit einem Dieselmotor gewinnen. Auch in den beiden darauffolgenden Jahren ging der Sieg an Audi. Im Jahr 2009 feierte der Audi R15 TDI sein Debüt, ein Jahr später die überarbeitete Version Audi R15 TDI Plus. Im Debütjahr musste man sich der Konkurrenz von Peugeot geschlagen geben, dennoch fuhr man einen dritten Platz ein. Ein Jahr später beglich man die offene Rechnung: erster, zweiter und dritter Platz, dazu der bis heutige gültige Distanzrekord von 5.410,713 Kilometer.

Für das Jahr 2011 wurde das Reglement geändert, u.a. musste der Hubraum von 5,5 auf 3,7 Liter verkleinert werden. Während der R8R, R8, R10 und R15 offene Prototypen waren, entschied man sich aufgrund von aerodynamischen Vorteilen nun einen geschlossenen LMP1-Prototypen zu bauen – den im Debütjahr siegreichen Audi R18 TDI. Im Jahr 2012 schickte Audi vier Rennwagen nach Le Mans. Je zwei Audi R18 e-tron quattro und Audi R18 ultra. Den Ingolstädtern gelang erneut eine technische Revolution, denn mit dem Audi R18 e-tron quattro gewann erstmals ein Fahrzeug mit Hybridantrieb bei den „24 Stunden von Le Mans“. Die Hybridtechnologie setzte sich durch und Audi feierte im Jahr 2013 und 2014 zwei weitere Gesamtsiege mit dem Audi R18 e-tron quattro (RP3 bzw. RP4).

Audi war zudem Gründungsmitglied der FIA World Endurance Championship (WEC), die im Jahr 2012 erstmals ausgetragen wurde. Im Debütjahr und im darauffolgenden Jahr gewann man den Fahrer- und Herstellertitel. Im Jahr 2016 endete das Le-Mans-Engagement von Audi mit einer beeindruckenden Bilanz. Nimmt man die weiteren Rennen für Le-Mans-Prototypen und die dazugehörigen Meisterschaften dazu, nahm Audi an 187 Rennen teil und fuhr 107 Siege ein. Dazu kommen 81 Pole-Positions und 95 Mal die schnellste Rundenzeit. Zwischen 2000 und 2008 gewann man zudem neunmal in Folge den Titel in der American Le Mans Series (ALMS) und gewann elfmal das 12-Stunden-Rennen in Sebring.

Auf dem folgenden Bild ist der Paternosteraufzug im „Audi museum mobile“ sowie die ehemalige Sonderausstellung „Variationen in Rot“ zu sehen. Bis März 2019 stehen auf den Plattformen 14 Le-Mans-Rennwagen von Audi.

Audi museum mobile, Sonderausstellung „Variationen in Rot“ © AUDI AG

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