WEC-Prolog 2018 – Samstag: Toyota beendet Test an der Spitze, Privatteams schließen auf

WEC Super Season 2018/19, Prolog, Toyota Gazoo Racing, Toyota TS050 - Hybird #8 © Toyota Motor Corporation

Der WEC-Prolog 2018 in Le Castellet ist am frühen Nachmittag zu Ende gegangen. Der Großteil der Fahrzeuge nahm am Freitag und Samstag zweigeteilten Test teil, einige Team nutzten jedoch auch die Möglichkeit einen 30-Stunden-Test durchzuführen.

Das Wetter war an beiden Tagen, bis auf einen kurzen Schauer am Samstagmorgen, gut und die Temperaturen lagen bei angenehmen 11°C bis 19 °C Grad. Längere Unterbrechungen gab es keine, jedoch wurde der Test zwei Minuten vor Ende aufgrund des stehenden BR1 von DragonSpeed beendet.

LMP1-Klasse

Toyota dominierte am Freitag das Geschehen und hatte rund fünf Sekunden Vorsprung vor der Verfolgermeute der Privatteams. Allerdings gibt es einen, gestern noch nicht bekannten, Haken. Beide Toyota TS050 – Hybrid hielten sich bis gestern 17 Uhr an keine Restriktionen der Equivalence of Technology (EoT), d.h. man hatte beispielsweise keinerlei Beschränkungen beim Boost und einen höheren Benzindurchfluss. Der Grund dafür war ein überarbeitetes Kühlsystem, welches man so einem Extremtest unterzog – so lautete zumindest du offizielle Begründung seitens Toyota. Die bis zum Samstagnachmittag hin gültige Gesamtbestzeit von 1:32.662 Minuten (#8) zeigt zwar das Potential des Hybrid-Renners, hat aber nahezu keine Aussagekraft wenn man das Kräfteverhältnis zwischen Toyota Gazoo Racing und den Privatteams bewerten möchte.

Toyota hielt sich, nachdem man wieder die Regularien befolgte, zurück und fuhr bis zum Schluss 1:38er- bis 1:41er-Rundenzeiten. SMP-Racing-Pilot Vitaly Petrov (#11) schraubte die Bestzeit auf Seiten der Nicht-Hybriden von 1:38.128 Minuten (Stand Freitag 18 Uhr) auf 1:37.034 Minuten herunter. Das Feld der privat eingesetzten LMP1-Prototypen liegt nach dem 30-Stunden-Test nah beieinander. Insgesamt liegt der Abstand innerhalb der sieben Fahrzeuge bei 2,891 Sekunden, innerhalb der ersten sechs Fahrzeuge sogar bei nur 1,230 Sekunden. Hinter SMP Racing liegt mit nur 0,010 Sekunden Abstand der Rebellion R13 von Rebellion Racing. Auf Longruns betrachtet sind Toyota und die Privatiers somit auf einem ähnlichen Niveau. Die Japaner fuhren mit beiden Fahrzeugen zusammengerechnet 1.002 Runden, das fleißigste Privatteam war das ByKolles Racing Team (331 Runden, 6. Platz). Das Team aus Greding gab heute bekannt, dass man nach Le Mans sogar zwei ENSO CLM P1/01 – Nismo in der WEC einsetzen möchte. Wer den Prototypen steuern wird ist offen, bisher hat man noch nicht einmal das Fahrer-Line-Up für den ersten Wagen komplett. Aktuell ist nur Oliver Webb als fester Fahrer gemeldet.

LMP2-Klasse

In der kleinen Prototypen-Klasse änderte sich zwischen Freitag 18 Uhr und Samstag 16 Uhr relativ wenig. Die Top-Zeit wurde bereits gestern von Pastor Maldonado im Oreca 07 von DragonSpeed gefahren (1:40.771 Minuten) und hatte bis zum Ende Bestand. Dahinter tauschten Signatech Alpine (+ 0,317 Sek.) und TDS Racing (+ 0,456 Sek.) die Plätze. Das Feld mit sieben Fahrzeugen lag nur 1,192 Sekunden auseinander, die fleißigste Mannschaft war das Racing Team Nederland mit 325 Runden innerhalb von 15 Stunden. Am 30-Stunden-Test nahm kein Team teil.

LMGTE Pro-Klasse

Porsche und Ford bilden auch noch 22 weiteren Teststunden die Top-4 in der Klasse. Richard Lietz und Gianmaria Bruni verteidigten im Porsche 911 RSR mit der Startnummer #91 ihre Führung und schraubten die Rundenzeit von 1:51.650 Minuten auf 1:51.332 Minuten herunter, dahinter platzierte sich das Schwesterfahrzeug von Christensen/Estre (+ 0,505 Sek.). Auf dem dritten und vierten Platz folgten die beiden Ford GT (#67, + 0,678 Sek.; #66, + 0,786 Sek.) die innerhalb einer Sekunde Abstand zum Führenden blieben.

WEC-Neuling BMW, GT-Weltmeister Ferrari und Aston Martin Racing hielten sich weitgehend zurück, vor allem Aston Martin nutzte den 30-Stunden-Test als Bewährungsprobe für den Saisonauftakt und fuhr beeindruckende 1087 Runden! 852 Runden gehen auf das Konto der zum Ausdauertest gemeldeten Startnummer #95, 235 auf das der #97. Das BMW Team MTEK brach den Belastungstest mit dem BMW M8 GTE (#82) aufgrund technischer Probleme vorzeitig ab.

Auf dem fünften Rang liegt Ferrari (#51, + 1,918 Sek.), es folgen BMW (#82, + 2,057 Sek.), Aston Martin (#97, + 2,112 Sek.), Ferrari (#71, + 2,227 Sek.), Aston Martin (+ 2,534 Sek.) und BMW (#81, + 3,033 Sek.).

LMGTE Am

Auch in der LMGTE Am-Klasse gab es nur kleine Veränderungen im Vergleich zu Freitagabend, denn erneut liegen die vier Porsche vor zwei Aston Martin und drei Ferrari. Lediglich bei den Rundenzeiten und der Reihenfolge der Teams gab es Änderungen.

Nach Abschluss des WEC-Prologs geht die schnellste Rundenzeit an Dempsey-Proton Racing (#88, 1:52.936 Minuten). Auf dem zweiten und dritten Platz folgen Gulf Racing UK (+ 0,197 Sek.) und der zweiten Wagen von Dempsey-Proton Racing (+ 0,538 Sek.). Bestes Aston-Martin-Team war TF Sport (5. Platz, + 1,192 Sek.), bestes Ferrari-Team Spirit of Race (7. Platz, + 1,315 Sek.).

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