Spa: Toyota auf Pole-Position, schwerer Unfall überschattet Qualifying

WEC Super Season 2018 + 2019, 6 Stunden von Spa-Francorchamps 2018, Toyota Gazoo Racing, Qualifying © Toyota Motorsport GmbH

+++ Update +++ Der #7er-Toyota verliert die Pole Position aufgrund eines Verstoßes gegen das Sportliche Reglement (betrifft das Fuel Flow Meter). Der Wagen muss aus der Boxengasse starten – nachdem das Feld vorbeigezogen ist. Das Schwesterfahrzeug (#8, Alonso/Nakajima/Buemi) erbt die Pole Position.


Das WEC-Qualifying in Spa-Francorchamps wurde am Freitagnachmittag von einem schweren Unfall überschattet. Pietro Fittipaldi, Enkelkind des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, verunfallte in der Eau Rouge mit seinem BR1 (#10) und schlug ungebremst in die Bande ein. Laut einer FIA-Meldung war er zu jederzeit ansprechbar und hat keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Mit Verdacht auf Frakturen an beiden Beinen wurde er ins naheliegende Krankenhaus geflogen. Über die Gründe ist noch nichts bekannt – möglicherweise ist ein Teil der Aufhängung gebrochen oder der BR1 setzte auf und Fittipaldi musste die Lenkung öffnen. Die Bergung und Reparatur der Reifenstapel nahm mehr als 20 Minuten in Anspruch.

Die Pole-Position von Toyota Gazoo Racing rückt dabei in den Hintergrund. Die Fahrerbesetzung des Toyota TS050 – Hybrid mit der Startnummer #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) sicherte sich die Pole-Position mit einer Zeit von 1:54.583 Minuten. Dahinter liegt das Schwesterfahrzeug von Buemi/Nakajima/Alonso (+ 0,379 Sek.). Bestes LMP1-Privatteam ist Rebellion Racing, welches auf dem dritten und vierten Platz liegt (#1, + 1,842 Sek.; #3 + 2,409 Sek.). SMP Racing konnte sich nur mit einem Fahrzeug qualifizieren (5. Platz, #11; + 3,664 Sek.), der zweite Wagen hatte mit technischen Problemen zu kämpfen, was zwischenzeitlich für einen Abbruch des Qualifying sorgte. ByKolles wurde Sechster (+ 4,114 Sek.), CEFC TRSM Racing nahm nicht am Qualifying teil. Am Nachmittag gab das Team bekannt, dass man auch am Rennen nicht teilnehmen wird. Grund dafür ist der Betrugs- und Korruptionsskandal rund um den Partner CEFC, wodurch man kein Geld erhalten hat. Zudem hat Leo Roussel das Team kurzfristig verlassen. Bis Le Mans soll der Geldhahn wieder aufgedreht werden, möglicherweise jedoch nur für ein Fahrzeug.

In der LMP2-Klasse war das Qualifying deutlich enger – Signatech Alpine Matmut (2:02.405 Minuten) setzte sich gegenüber Gaststarter G-Drive Racing mit nur 0,024 Sekunden Differenz durch. Dritter wurde der #38er-Wagen von Jackie Chan DC Racing (+ 0,395 Sek.).

In der LMGTE Pro-Klasse blieb die Überraschung aus. Wie in den drei Traininssitzungen hieß das Duell „Ford vs. Porsche“ – mit besserem Ende für Ford. Die Fahrer des US-Herstellers platzierten ihre beiden Ford GT auf den ersten beiden Positionen. Am Samstag startet die Startnummer #67 (Priaulx/Tincknell/Kanaan, #67, 2:12.947 Minuten) vor der Nummer #66 (Mücke/Pla/Johnson, + 0,083 Sek.). Der dritte und vierte Startplatz geht an die beiden Porsche 911 RSR vom Porsche GT Team. Lietz/Bruni (#91) verpassten dabei den zweiten Platz um nur 0,004 Sekunden. WEC-Neuzung BMW startet vom fünften und neunten Platz aus ins Rennen.

Die deutsche Mannschaft „Team Project 1“ feierte einen guten Einstieg in die FIA WEC und wurde in der LMGTE Am-Klasse Dritter (+ 0,278 Sek.). Die Pole-Position geht an die Startnummer #77 von Dempsey-Proton Racing (2:16.357 Minuten), die sich mit  nur 0,002 Sekunden gegenüber Aston Martin Racing durchsetzen konnte.

Die „6 Stunden von Spa-Francorchamps“ starten am Samstag um 13:30 Uhr.

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