Le Mans 2018: Zwei Werks-911er starten in historischen Designs

24 Stunden von Le Mans 2018, Sonderlackierungen Porsche 911 RSR © Porsche

Als Mitte der Woche die ersten Bilder von den in Le Mans eingetroffenen LMP- und GT-Fahrzeugen auftauchten, waren alle vier Werksautos von Porsche noch im aktuell verwendeten Design (Rot/Weiß/Schwarz) foliert. Bei genauerem Hinsehen fiel beim #91er Porsche 911 RSR nur der auf der Windschutzscheibe getauschte Porsche-Schriftzug auf, der nun einen weißen anstatt schwarzen Hintergrund hatte. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden die beiden in der FIA WEC eingesetzten Fahrzeuge mit den Startnummern #91 (Bruni/Lietz(Makowiecki) und #92 (Estre/Christensen/Vanthoor) jedoch vollständig umfoliert.

Viele Fans wünschten sich bereits in den Vorjahren, dass Porsche historische Designs für seine Fahrzeuge verwendet. Die legendäre „Sau“ (Porsche 917/20), das „Salzburg-Design“ (Porsche 917K), das „Hippie-/ Martini-Design“ (jeweils Porsche 917L) oder das „Rothmans-Design“ (Porsche 956/962) – viele ehemalige Designs haben auch heute noch viele Fans und wecken teilweise auch Kindheitserinnerungen. Porsche hat sich in seinem Jubiläumsjahr „70 Jahre Porsche Sportwagen“ nun für das „Sau“- und „Rothmans“-Design aus den 70er- und 80er-Jahren entschieden und die oben genannten Fahrzeuge für die 86. Ausgabe der „24 Stunden von Le Mans“ umgestaltet. Auch das Design der Boxenausstattung wurde komplett geändert. Die Trennwände wurden mit einer Folie in Backstein-Optik foliert, die diversen Werkstattwagen in Holz-Optik.

„Wir möchten uns mit diesen beliebten Designs vor allem bei unseren treuen Anhängern bedanken, die uns an und abseits der Strecke bei jedem Rennen die Daumen drücken, besonders aber natürlich in Le Mans, wo wir als Rekordsieger mit 19 Gesamtsiegen jedes Jahr einen einzigartigen Support erfahren“, sagt Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge.

Der 911 RSR mit der Nummer #91 lehnt sich an verschiedene Porsche-Rennfahrzeuge im Rothmans-Dekor an. Zum Beispiel an den Porsche 959, der 1986 in der Aufmachung des britischen Tabakherstellers die Rallye Paris–Dakar gewann oder den Porsche 956 C und den Porsche 962 C, die je zweimal im blau-weißen Design den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans holten.

Die Gestaltung der Startnummer #92 geht zurück auf den Porsche 917/20, der 1971 nach Le Mans kam. Die Konstruktion des Einzelstücks sollte die aerodynamischen Vorteile von Kurz- und Langheck-Version des 917 verbinden und verhalf dem bis dahin unerprobten Auto zum Gewinn der Qualifikation. Zur „Sau“ wurde der 917/20 durch seinen rosafarbenen Lack mit aufgezeichneten Fleischpartien. Die unter Porsche-Designer Anatole Lapine umgesetzte Idee erregte großes Aufsehen an der Sarthe. Bis heute ist der auch „Trüffeljäger“ genannte 917/20 einer der bekanntesten Porsche überhaupt.

Die beiden Porsche 911 RSR mit den Nummer #93 und #94, die normalerweise in der nordamerikanischen IMSA-Serie eingesetzt werden, wurden aus logisitischen Gründen nicht umfoliert und starten in den gewohnten Farben Weiß, Schwarz und Rot.

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