Le-Mans-Testtag 2018: Toyota vor den Privatteams, Alonso mit Tagesbestzeit

24 Stunden von Le Mans 2018 - Testtag, Toyota Gazoo Racing, Toyota TS050 - Hybrid #8 © Toyota Motorsport GmbH

Um 18 Uhr ging der offizielle Le-Mans-Testtag zu Ende, der den Teams rund achteinhalb Stunden Fahrtzeit für Setup-Arbeiten ermöglichte. In dieser Saison blicken die Fans vor allem auf das Duell zwischen dem einzigen LMP1-Werksteam Toyota Gazoo Racing und LMP1-Privatteams Rebellion Racing, SMP Racing, DragonSpeed, ByKolles Racing und CEFC TRSM Racing, aber auch auf die Fahrer Fernando Alonso, Jenson Button und Juan Pablo Montoya, die alle ihr Debüt an der Sarthe feiern.

LMP1

In der LMP1-Klasse musste sich, wie bereits erwähnt, Toyota gegen die Privatiers zur Wehr setzen und schaffte es in beiden Sitzungen die Oberhand zu behalten – wenn auch knapp. In der ersten Session zwischen 09:00 Uhr und 13:00 Uhr konnte Le-Mans-Debütant Fernando Alonso seinen Toyota TS050 – Hybrid mit der Startnummer #8 mit einer Rundenzeit von 3:21.468 Sekunden an die Spitze des Feldes setzen. Mit nur 0,360 Sekunden Abstand folgte jedoch nicht der zweite Toyota, sondern bereits der erste Rebellion R13 von Laurent/Beche/Menezes (#3). Alonso’s Schwesterfahrzeug (#7) platzierte sich mit 0,719 Sekunden Differenz nur auf dem dritten Platz. Der beste BR1 von SMP Racing, der nach dem Überschlag in Spa-Francorchamps ein aerodynamisches Update erhielt, ist auf dem fünften Platz zu finden. Sarrazin/Orudzhev/Isaakyan (#17) fehlten jedoch ganze 3,988 Sekunden auf die Top-4. Das Schwesterfahrzeug mit Ex-Formel-1-Fahrer Button, der am Morgen nur zehn Runden fuhr, mit weiteren 1,109 Sekunden Differenz direkt dahinter. ByKolles Racing platzierte sich auf dem siebten Platz (+ 6,947 Sek.), bester Manor war die Startnummer #6 mit 13,298 Sekunden Abstand.

In der Nachmittagsitzung, die aufgrund eines Unfalls und einer Rotphase am Morgen bereits um 13:30 Uhr anstatt um 14:00 Uhr begann, war es erneut Alonso, der die schnellste Rundenzeit ablieferte. Der Spanier konnte die zuvor gefahrene Bestzeit um weitere 2,402 Sekunden drücken (3:19.066 Minuten) und sicherte sich so die Tagesbestzeit. Zwischen den beiden Toyota TS050 – Hybrid konnte sich erneut ein Rebellion R13 platzieren – wieder war es die Startnummer #3. Dieses Mal lag man jedoch mit 0,614 Sekunden Abstand dahinter. Die restlichen Platzierungen der Teams blieben nahezu identisch, lediglich die beiden BR1 von SMP Racing tauschten die Plätze. Zudem griff DragonSpeed erstmals ins Geschehen ein und platzierte sich zwischen dem Wagen von ByKolles Racing und den beiden Ginetta. DragonSpeed baute bis zuletzt den Wagen komplett neu auf, nachdem Pietro Fittipaldi in Spa-Francorchamps schwer verunglückte und das Fahrzeug nur noch Schrottwert hatte.

LMP2

Die im Vergleich zu den Vorjahren um rund 20% geschrumpfte LMP2-Klasse war teilweise schneller als die langsamsten LMP1-Fahrzeuge und schoben sich zwischen die LMP1-Privatteams. Dominiert wurde das Geschehen von den Teams G-Drive Racing (#26), DragonSpeed (#31) und IDEC Sport (#48), welche in beiden Sessions die Top-3 unter sich ausmachten. Die Bestzeit vom Morgen (3:30.176 Minunten, G-Drive Racing) wurde am Nachmittag noch einmal deutlich heruntergeschraubt und lag bei 3:27.228 Minuten (DragonSpeed). Auf Seiten der Chassis waren die Oreca-Teams wieder dominierend. Dem besten Ligier-Team fehlten rund zwei Sekunden, dem bestplatziertesten Dallara-Team sogar fast drei Sekunden.

LMGTE Pro

Nach der ersten Testsession war das Bild in der LMGTE Pro-Klasse mehr als eindeutig, da alle vier Ford GT vor der Konkurrenz das Feld anführten. Die Bestzeit ging an den #67er Ford aus der WEC von Priaulx/Tincknell/Kanaan (3:53.008 Minuten). Auf dem fünften Platz folgte mit 1,705 Sekunden Abstand der im Rothmans-Retrodesign umfolierte Porsche 911 RSR von Lietz/Bruni/Makowiecki (#91), dahinter eine der IMSA-Corvettes (#63, + 2,006 Sekunden). Das restliche Feld tümmelte sich mit größtenteils mehr als drei Sekunden Abstand und mehr dahinter. Schlusslicht war Aston Martin Racing. Marco Sörensen sorgte mit einem Abflug zwischen Mulsanne und Indianapolis für einen vorzeitigen Abbruch des Tests (Grund für die Vorverlegung der zweiten Session).

In der zweiten Session platzierten sich die vier Ford GT erneut hintereinander, dieses Mal gingen der erste und zweite Platz jedoch an Porsche. Der Franzose Patrick Pilet setzte seinen Porsche 911 RSR mit der Startnummer #93 an die Spitze (3.52.551 Minuten) und fuhr gleichzeitig die Tagesbestzeit. Mit nur 0,096 Sekunden Abstand folgte Markenkollege Makowiecki im Porsche mit der Startnummer #91. Wie bereits am Morgen, folgten die anderen Marken mit teilweise deutlichem Abstand.

LMGTE Am

In der LMGTE Am-Klasse lieferten sich die beiden Porsche 911 RSR von Dempsey-Proton Racing (#77/#88) sowie der Ferrari 488 GTE von Clearwater Racing ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Sonntagmorgen lagen noch Mok/Griffin/Sawa (Clearwater Racing, #61) mit einer Zeit von 3:58.569 vor den beiden Porsche (#77, + 0,006 Sek.; #88 + 1,237 Sek.), am Nachmittag ging die Bestzeit, die gleichzeitig die schnellste Runde des Tages war, an die Startnummer #77 von Dempsey-Proton Racing (3:55.970 Min.). Mit 0,299 bzw. 0,702 Sekunden Abstand folgten die beiden Ferrari von Spirit of Race und Clearwater Racing.

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