Silverstone: Beide Toyota und ein GTE-Pro-Porsche nachträglich disqualifiziert

WEC, 6 Stunden von Silverstone 2018, Siegerehrung © Toyota Motorsport GmbH

Toyota Gazoo Racing muss nach dem Doppelsieg beim 6-Stunden-Rennen in Silverstone einen herben Rückschlag hinnehmen! Bei der technischen Nachkontrolle fielen beide Fahrzeuge durch – sowohl die Sieger Alonso/Buemi/Nakajima (#8), als auch das Schwesterfahrzeug von Lopez/Conway/Kobayashi (#7). Grund dafür sind die sogenannten „Skid Blocks“ die im Unterboden der Autos eingelassen sind und zu stark verbogen waren.

Diese dürfen sich bei einer Belastung von 2.500 Newton um nicht mehr als fünf Millimeter verbiegen. Beim Siegerfahrzeug (#8) bogen sie sich links um acht und rechts um sechs Millimeter durch. Beim zweiten Toyota (#7), der das Rennen auf dem ursprünglich zweiten Platz beendete, waren sie sogar auf beiden Seiten um neun Millimeter verbogen. Toyota hat derweil Berufung eingelegt – das neue Rennergebnis ist somit vorerst provisorisch.

Der Gesamtsieg geht somit an Rebellion Racing und das Trio Beche/Laurent/Menezes. Es ist der erste Sieg eines LMP1-Privatteams in der FIA WEC und der erste eines hybridlosen Fahrzeugs seit den „6 Stunden von Spa-Francorchamps“ 2012, als Audi mit einem Audi R18 Ultra gewann. Auch der zweite Platz geht an das Schweizer Team und Fahrerkombination Lotterer/Jani. Mitstreiter Bruno Senna konnte aufgrund eines Unfalls im Training und einem dort zugezogenen Knöchelbruch nicht teilnehmen. Dritter ist nun SMP Racing (#17, Sarrazin/Orudzhev). In der Meisterschaftswertung rücken Beche/Laurent/Menezes (63 Punkte) nach drei Rennen auf zwei Punkte an Alonso/Buemi/Nakajima (65 Punkte) heran.

Der aktuelle Fall erinnert an den im Jahr 2016 in Silverstone siegreichen Audi R18, als das Siegertrio Lotterer/Treluyer/Fässler aufgrund zu stark abgenutzter Skid Blocks nachträglich disqualifiziert wurde.

Weitere Disqualifikation in der LMGTE Pro-Klasse

Auch in der GTE Pro-Klasse gab es nachträglich eine Disqualifikation. Beim Porsche 911 RSR mit der Startnummer #91 und dem Fahrergespann Lietz/Bruni wurde die minimale Bodenfreiheit um zwei Millimeter unterschritten. Diese muss laut Reglement fünf Zentimeter betragen. Priaulx/Tincknell im Ford GT (#67) erben somit den zweiten Platz, neue Dritte sind Christensen/Estre im zweiten Porsche vom Porsche GT Team. Klassensieger bleibt AF Corse (#51, Pier Guidi/Calado).

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