Der Reglement-Bereich wird ständig erweitert.

Regelanpassungen ab 2015

LMP1-Motoren
Die Anzahl der Motoren wurde für Teilnehmer der LMP1-Hybrid-Klasse (LMP1-H) auf fünf pro Saison begrenzt.
Für den Neuling Nissan gibt es allerdings eine Ausnahme. Die Japaner dürfen sieben Motoren einsetzen.
Teilnehmer von Einzelrennen dürfen maximal zwei Motoren einsetzen.

LMP1: Durchschnittliches Fahrergewicht
Die LMP1-Teams müssen das Minimalgewicht eines jeden Fahrers bekanntgeben.
Liegt das Durchschnittsgewicht der Fahrer unter 80kg, muss das Fahrzeuggewicht um die Differenz zu 80 Kilogramm per Ballast aufgestockt werden.

LMP1-Bezeichnungen
Die aus der letzten Saison bekannten Bezeichnungen „LMP1-Hybrid“ (LMP1-H) und „LMP1-Light“ (LMP1-L) werden gestrichen.
Fortan wird in der LMP1-Klasse zwischen „Hybrid“ und „Nicht-Hybrid“ unterschieden.

Reifen:
Für 6-Stunden-Rennen gibt es ab sofort eine Begrenzung der zur Verfügung stehenen Slick-Reifen.

LMP1, LMGTE Pro, LMGTE Am:
Vier Reifensätze für das Freie Training, sechs für Qualifying und Rennen

LMP2:
Drei Reifensätz für das Freie Training, vier für Qualifying und Rennen

Im Falle einer Beschädigung dürfen die Teams aller Klassen zwei Einzelreifen wechseln, ohne dafür eine Strafe zu bekommen.
Für Regenreifen gibt es keine Beschränkungen.
Die oben genannten Begrenzungen gelten nicht für die 24 Stunden von Le Mans.

Personal-Einschränkungen
Setzt ein Team nach den 24 Stunden von Le Mans zwei Autos ein, dürfen nur noch 65 Mitarbeiter an der Strecke beschäftigt werden.
Die Zahl erhöht sich auf 90, wenn drei Autos eingesetzt werden.

Tests
Für die Saison 2015 wurde die Anzahl und die Art privater Tests, die die Teilnehmer der Klassen LMP1 und LMP2 durchführen dürfen, überarbeitet.
Ein Auto pro Testtag entspricht einer Einheit, zwei Autos pro Testtag zwei Einheiten.
Es gab folgende Änderungen:

Für LMP1-Teilnehmer:

  • maximal zehn private, exklusive Einheiten
  • maximal 20 private, exklusive Einheiten für jeden Hersteller, der neu in die WEC einsteigt
  • maximal zehn private, offene Einheiten, die mindestens 30 Tage zuvor angekündigt werden müssen
  • maximal 30 private, offene Einheiten, die mindestens 90 Tage zuvor angekündigt werden müssen

Für LMP2-Teilnehmer:

  • maximal fünf private, exklusive Einheiten
  • maximal zehn private, offene Einheiten, die mindestens 30 Tage zuvor angekündigt werden müssen

Für LMGTE-Pro- und LMGTE-Am-Teilnehmer:

  • maximal zehn private, exklusive Einheiten
  • jede private, offene Einheit muss mindestens 30 Tage zuvor angekündigt werden

Jede Teilnehmer der WEC muss außerdem mit mindestens einem Auto an einem Rookie-Test nach der Saison teilnehmen,
dessen Datum und Ort noch bekannt gegeben wird.

 

Punktesystem

Die Punktsystem der WEC basiert auf dem Standardmuster der FIA.
Der Sieger bekommt 25 Punkte, Platz 10 immerhin noch 1 Punkt.

PlatzierungPunkte
125
218
315
412
510
68
76
84
92
101

Das Punktesystem bietet allerdings einige Abwandlungen.

1.) Für die Pole-Position gibt es zusätzlich 1 Punkt für das Team und für die Fahrer, die die Pole-Zeit erzielt haben.
2.) Auch die Teams auf den hinteren Rängen werden bedacht. Ab Platz 10 gibt es pro Team einen halben WM-Punkt.
3.) Um die Bedeutung von Le Mans zu unterstreichen, werden die Punkte in Le Mans jeweils verdoppelt.

 

Qualifying

Der Stellenwert des Qualifyings ist bei Langstreckenrennen nicht besonders hoch, weil das Rennen über mehrere Stunden gefahren wird und nicht gleich beim Start entschieden wird.
Für die Pole-Position gibt es zusätzlich 1 Punkt in der Meisterschaft für das Team und für die Fahrer, die die Pole-Zeit erzielt haben.
In der WEC fahren die beiden LMP-Klassen und die beiden LMGTE-Klassen ein eigenes Qualifying.

WEC-Qualifying 2012

Das Fahrzeug mit der schnellsten Runde startet von der Pole-Position.

WEC-Qualifying ab 2013

Das Qualifying wurde für die WEC-Saison 2013 stark verändert.
Das Team muss zwei Fahrer nominieren, die auf dem gleichen Satz Reifen jeweils zwei Runden absolvieren.
Der Mittelwert aus den vier Runden entscheidet über die Reihenfolge beim Sart.
Ziel des neuen Verfahrens ist es, mehr Fahrzeuge auf der Strecke zu haben und so den Unterhaltungswert für die Zuschauer zu steigern.
Beim alten Verfahren bzw. in anderen Rennserien fahren die Fahrer möglichst früh oder möglichst spät auf die Strecke, um eine freie Runde zu erwischen.

Das ist in der WEC nicht möglich, da nur 20 Minuten für die vier Runden und den Fahrerwechsel zur Verfügung stehen und dadurch kaum Zeit für die Strategie bleibt.

WEC-Qualifying ab 2015

Für das Qualifying stehen nur noch 20 anstatt 25 Minuten zur Verfügung. Es müssen nach wie vor zwei Fahrer pro Auto am Qualifying teilnehmen.
Die Qualifying-Zeit wird aus der jeweils schnellsten Runde der beiden Fahrer ermittelt.

Qualifying in Le Mans

In Le Mans gilt das übliche Verfahren, d.h. das Auto mit der schnellsten Runde startet von der Pole-Position.
Das Qualifying erstreckt sich über insgesamt 6 Stunden (3x 120 Minuten).